Die Geschichte der Gemeinde Hollenegg
Obwohl archäologische Funde aus der Ur- und Frühgeschichte fehlen ist anzunehmen, dass das Gemeindegebiet auch in dieser Zeit schon besiedelt war.
Aus der Römerzeit ist ein Grabstein des Publius Calandius und seiner Gattin ausgegraben worden, was darauf schließen lässt, dass sich hier einmal eine römische Kultstätte befunden hat. 1163 taucht der Name Hollenegg erstmals schriftlich auf, mit Rudolf und Rapot von Hollenegg. Doch die Burg Hollenegg bestand schon Jahrhunderte früher.
An der alten Weinstraße, entlang des weststeirischen Randgebietes, am Fuße der Koralpe gelegen, hatte Hollenegg naturgemäß schon früh Bedeutung. Das Egg, der vorspringende Berg, begünstigte den Bau einer Wehranlage, die ja den Namen seines Gründers, eines "Hol" oder "Chol" bewahrt hat. Auch die um 1165 genannten Titelheiligen der Burgkirche, der heilige Ägydius und der heilige Bartholomäus, lassen auf eine frühe Gründung schließen.
Vor 1849 gehörten etliche Bauernhöfe im heutigen Gemeindegebiet der Herrschaft Landsberg, wenige waren aufgeteilt auf die Herrschaften Frauental, Feilhofen, Limberg, Waldschach, Welsberg und Schwanberg, der überwiegende Teil gehörte jedoch zum Schloss Hollenegg.
Die Hollenegger Untertanen brauchten, im Gegensatz zur landesüblichen Sitte, nur an fünf Tagen der Woche von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang eine Person zur Robot stellen. Die Pfarre Hollenegg unterstand bis 1793 zuerst dem Erzbischof von Salzburg, aber nur in kirchlichen, nicht in grundherrschaftlichen Belangen, obwohl dieser jahrhundertelang Grundherr zwischen Laßnitz und Sulm war. Danach kam die Pfarre an das Bistum Lavant, das 1228 errichtet worden war. 1793 wurde die Pfarre dem Bistum Seckau mit Sitz in Graz zugewiesen.
In den Jahren 1999 und 2000 wurden im Bereich der Altburgstelle Hollenegg (südöstlich des Schlosses) umfangreiche archäologische Grabungen durchgeführt, die zahlreiche Funde zu Tage gefördert haben. Ein Modell der Altburgstelle und auch Fundgegenstände der Ausgrabungen sind in einer Vitrine im Obergeschoss des Rossstalles zu besichtigen. Die kleine Ausstellung kann nach Voranmeldung unter der Telefonnummer (0676) 44 33 014, Frau Maritschnigg, besichtigt werden.





